KI durchdringt selbst unterirdische Sphären

Tiffana Tiono_Quadrat
Autor: Tiffana Tiono
  • Beitrag vom: 29.05.2019
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Deutschland verfügt über ein äußerst gut ausgebautes öffentliches Kanalnetz. Die Instandhaltung dieser enormen Infrastruktur verursacht entsprechend hohe Kosten, zumal die Inspektionen aufwendig und fehleranfällig sind. Die Kanalinspektions-Module von e.SIC bieten eine ganzheitliche Lösung für den gesamten Inspektionsprozess. Mithilfe von Cloud-Technologie, 3D-Visualisierung und KI-basierter Schadensdetektion lassen sich die notwendigen Aufgaben effizient und wirtschaftlich erledigen. Darüber hinaus können die dabei erhobenen Daten einheitlicher, sicherer und leichter zugänglich gespeichert werden.

Was denken Sie, wie hoch der Aufwand bei der Kanalisationsinspektion in der Bundesrepublik ist? Ein einfacher Vergleich: Der Äquatorumfang beträgt etwa 40.000 km, die Entfernung zwischen Erde und Mond durchschnittlich 385.000 km. Das ist fast schon gering, wenn man sich anschaut, welches Ausmaß das öffentliche Kanalnetz erreicht: Es umfasst schlappe 575.000 km! Auch wenn sich die Wenigsten wohl mit dieser Thematik beschäftigen, sollte man sich ihre Bedeutung schon bewusst machen, denn die Kanalisation bildet das Fundament jeder Stadt Deutschlands. Als unsichtbare Infrastruktur nimmt man sie jedoch meist hin wie den Strom aus der Steckdose oder sauberes Trinkwasser aus der Leitung. Doch ein solch modernes Netz ist keine Selbstverständlichkeit. Für die bislang kostenintensive Instandhaltung hat die e.sigma Technology GmbH eine Lösung entwickelt, die dank moderner Technologien mit großem Einsparungspotenzial aufwartet.

„Verdeckte“ Kosten

Der Wiederbeschaffungswert der öffentlichen Kanalnetze wird auf rund 630 Milliarden Euro geschätzt. Damit stellen sie die größten Anlagewerte von deutschen Städten und Gemeinden dar. Zum Erhalt dieses Vermögens ist eine nachhaltige und systematische Bewirtschaftung notwendig. Darum sind regelmäßige Inspektionen unumgänglich und vom Gesetzgeber auch in Intervallen von zehn Jahren vorgegeben. Angesichts der Länge des Kanalnetzes und der Intensität bzw. Dauer der Inspektionsprozesse ist das eine extreme Herausforderung, die mit herkömmlichen Methoden nur suboptimal umsetzbar ist.

Derzeit sind die Kanalinspektionsprozesse veraltet, langwierig und aufwendig. Schäden müssen manuell gesichtet werden und werden dadurch oftmals übersehen, falsch bewertet oder klassifiziert. Laut einer Studie* werden sogar 55 Prozent der gefundenen und klassifizierten Schäden im Wiederholungsfalle abweichend bewertet.

Das zeigt, wie anfällig die bisherigen Abläufe für menschliche Fehleinschätzungen sind. Und das bringt dramatische Folgen mit sich, denn so sind Reparaturen schlechter zu planen, schlimmere Spätfolgen und unnötige Kosten möglich. Um all dies zu vermeiden, hat e.sigma Technology eine sinnvolle Lösung auf Basis moderner Technologien entwickelt.

KI-basierte Schadensdetektion

Die cloudbasierte Serviceplattform e.SIC bietet Module für die Kanalinspektion und stellt einen ganzheitlichen Ansatz zur Optimierung der Instandhaltungsprozesse dar. Durch KI-basierte Schadensdetektion, leistungsstarkes Datenmanagement in Microsoft Azure und benutzerfreundliche Tools werden Prozesse vereinfacht und beschleunigt und damit Kosten gesenkt. Mit dem e.SIC Viewer können Kanäle und Schäden inspiziert sowie mittels 3D-Visualisierung genauer dargestellt und dadurch effizienter bewertet werden. Der damit verringerte Aufwand birgt ein großes Einsparpotenzial. Zusätzlich werden durch KI-basierte Schadensdetektion und Deep Learning Schäden automatisiert erkannt und anhand hinterlegter Kriterien klassifiziert. Im Ergebnis kann die manuelle Überprüfung auf wenige verbliebene Bereiche beschränkt werden.

Darüber hinaus können Daten, Videos und Aufzeichnungen in Microsoft Azure sicher verwahrt werden. So sind sie stets ohne Zeitverzögerung verfügbar und können umgehend und ortsunabhängig bearbeitet werden. Auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern und Dienstleistern wird maßgeblich verbessert. Integrierte Tools wie Microsoft Teams ermöglichen außerdem eine schnelle und reibungslose Kommunikation mit allen beteiligten Personen sowie eine flexible Arbeitsplatzgestaltung.

Die e.sigma Technology stellt ein gutes Beispiel dar für den geschickten Einsatz verschiedener Technologien, die ineinandergreifen, um in diesem Spezialgebiet einen Teil der Arbeitsschritte zu reduzieren, andere zu beschleunigen oder zu verbessern. Die Plattform e.SIC ermöglicht dabei durch Cloud-Bereitstellung und sichere Datenübertragung ein einfaches Datenmanagement, unterstützt die interne und externe Auftragsvergabe, verringert durch Automation den Arbeitsaufwand und ist dabei weniger anfällig für Fehler – und dafür ist nicht einmal teure Hardware erforderlich.

e.SIC kann überall dort eingesetzt werden, wo in komplexen Prozessketten große Datenmengen bewegt werden und ortsunabhängig verfügbar sein sollen. Mit speziellen Modulen kann außerdem eine Vielzahl von inspektionsbasierten Prozessen und Services effizient dargestellt und verwaltet werden.

* Müller K., Fischer B., Lehmann T., Hunger W., Schäfer T., Forschungsprojekt Bilderkennung bi UmweltBau 5/06

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